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Vorsorge & Altersvorsorge

Rürup-Rente: Die Basisrente mit Steuervorteil

Besonders interessant für Selbstständige und Gutverdienende – aber mit klaren Spielregeln.

8 Minuten Lesezeit Stand: 12.09.2026 Von Deniz Can Zeyrek

Die Rürup-Rente, offiziell Basisrente, gehört zur ersten Schicht der Altersvorsorge – wie die gesetzliche Rente. Ihr größter Hebel ist die steuerliche Absetzbarkeit der Beiträge. Dafür ist sie bewusst unflexibel gestaltet.

Der zentrale Vorteil: Beiträge absetzen

Beiträge zur Basisrente können als Sonderausgaben steuerlich geltend gemacht werden – bis zu einem jährlichen Höchstbetrag, der sich am Beitrag zur knappschaftlichen Rentenversicherung orientiert. Das macht die Rürup-Rente vor allem für Menschen mit hoher Steuerlast attraktiv.

Im Gegenzug wird die spätere Rente besteuert. Ob sich das für Sie rechnet, hängt davon ab, wie Ihre Steuerlast heute im Vergleich zum Ruhestand aussieht.

Für wen sich die Basisrente besonders lohnt

  • Selbstständige und Freiberufler, die keinen Zugang zu Riester haben und oft keine gesetzliche Rente aufbauen
  • Gutverdienende Angestellte mit hoher Steuerlast
  • Menschen, die eine planbare, lebenslange Zusatzrente möchten
  • Wer in guten Jahren gezielt mehr einzahlen will – Zuzahlungen sind meist möglich

Die Einschränkungen – ehrlich benannt

Die Basisrente ist kein flexibles Sparprodukt. Sie sollten die Regeln kennen, bevor Sie unterschreiben:

  • Keine Kapitalauszahlung. Es gibt ausschließlich eine lebenslange Rente.
  • Nicht kündbar im Sinne einer Auszahlung; höchstens beitragsfrei stellbar.
  • Nicht übertragbar und nicht beleihbar.
  • Vererbbarkeit nur eingeschränkt – und nur, wenn entsprechende Zusatzbausteine vereinbart wurden.

Diese Strenge ist gewollt: Der Gesetzgeber fördert steuerlich, weil das Kapital verlässlich der Altersvorsorge dient.

Basisrente oder private Rentenversicherung?

KriteriumBasisrente (Rürup)Private Rente (3. Schicht)
Beiträge absetzbarJa, im Rahmen der HöchstbeträgeNein
KapitalauszahlungNicht möglichIn der Regel wählbar
FlexibilitätGeringHoch
Besteuerung der RenteNachgelagert, vollNur Ertragsanteil

Häufig ist eine Kombination sinnvoll: Basisrente für den Steuereffekt, private Rente für die Flexibilität.

Unsicher, was für Sie passt?

Ich schaue mir Ihre Situation persönlich an und sage ehrlich, was sinnvoll ist – und was nicht. Kostenlos und unverbindlich.

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Häufige Fragen

Antworten, bevor Sie fragen

Kann ich mir die Rürup-Rente auf einmal auszahlen lassen?
Nein. Die Basisrente sieht ausschließlich eine lebenslange monatliche Rente vor. Das ist der Preis für die steuerliche Förderung.
Für wen lohnt sich die Basisrente besonders?
Vor allem für Selbstständige ohne gesetzliche Rentenansprüche und für Angestellte mit hoher Steuerlast.
Kann ich die Beiträge flexibel anpassen?
Die laufenden Beiträge lassen sich in der Regel anpassen oder pausieren, und Zuzahlungen sind meist möglich. Eine Auszahlung vor Rentenbeginn ist jedoch ausgeschlossen.
Ist die Rürup-Rente vererbbar?
Nur eingeschränkt und nur, wenn entsprechende Zusatzbausteine vereinbart wurden. Ohne diese endet die Leistung grundsätzlich mit dem Tod.
Wie wird die Rente später besteuert?
Nachgelagert. Die genaue Höhe hängt vom Jahr des Rentenbeginns ab. Ihre individuelle Situation beurteilt abschließend Ihr Steuerberater.

Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Beratung. Gesetzliche Grenzwerte, Beiträge und Tarifbedingungen ändern sich und hängen vom Einzelfall ab. Maßgeblich sind die jeweils gültigen Versicherungsbedingungen. Gerne prüfe ich Ihre Situation persönlich.