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Private Krankenversicherung

Private Krankenversicherung für Beamte, Anwärter und Referendare

Wie die Beihilfe funktioniert, warum nur die Restkosten zu versichern sind und worauf Anwärter besonders achten sollten.

8 Minuten Lesezeit Stand: 12.09.2026 Von Deniz Can Zeyrek

Für Beamte ist die private Krankenversicherung in aller Regel der wirtschaftlich sinnvollste Weg. Der Grund liegt in einem System, das viele zunächst nicht kennen: der Beihilfe.

Wie die Beihilfe funktioniert

Ihr Dienstherr beteiligt sich als Fürsorgepflicht an Ihren Krankheitskosten. Er übernimmt einen prozentualen Anteil der erstattungsfähigen Aufwendungen – die Beihilfe. Der genaue Satz hängt von Ihrem Status, Ihrem Dienstherrn und Ihrer Familiensituation ab und kann sich im Laufe des Lebens ändern, etwa mit der Zahl der Kinder oder im Ruhestand.

Was die Beihilfe nicht zahlt, tragen Sie selbst – oder Sie versichern genau diesen Anteil privat.

Die Restkostenversicherung: nur die Lücke absichern

Weil nur der verbleibende Prozentsatz abzusichern ist, fällt der Beitrag deutlich niedriger aus als bei einer Vollversicherung. Genau deshalb ist die PKV für Beamte meist die günstigere und zugleich leistungsstärkere Lösung.

Wichtig ist, dass Ihr Tarif beihilfekonform ist – also exakt zu Ihrem Beihilfesatz passt. Ändert sich Ihr Satz später, sollte sich der Tarif anpassen lassen, ohne dass eine neue Gesundheitsprüfung nötig wird.

Anwärter und Referendare: früh einsteigen lohnt sich

Für die Ausbildungszeit gibt es besonders günstige Anwärtertarife. Sie bieten vollen Schutz zu stark reduzierten Beiträgen. Zwei Punkte sind dabei besonders wertvoll:

  • Der Einstieg erfolgt in jungen, meist gesunden Jahren – das wirkt sich dauerhaft positiv aus.
  • Beim Übergang in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit ist der Wechsel in den regulären Tarif ohne erneute Gesundheitsprüfung vorgesehen.

Dienstunfähigkeit nicht vergessen

Werden Sie dienstunfähig, bevor Sie die erforderliche Dienstzeit erreicht haben, droht eine empfindliche Versorgungslücke. Eine Dienstunfähigkeitsabsicherung schließt diese Lücke. Sie lässt sich häufig direkt mitversichern – teils sogar ohne separate Leistungsprüfung.

Unsicher, was für Sie passt?

Ich schaue mir Ihre Situation persönlich an und sage ehrlich, was sinnvoll ist – und was nicht. Kostenlos und unverbindlich.

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Häufige Fragen

Antworten, bevor Sie fragen

Was genau ist die Beihilfe?
Die Beihilfe ist die Beteiligung Ihres Dienstherrn an Ihren Krankheitskosten. Sie übernimmt einen prozentualen Anteil der erstattungsfähigen Aufwendungen; den Rest sichern Sie privat ab.
Ändert sich mein Beihilfesatz im Laufe des Lebens?
Ja, das ist möglich – etwa mit der Zahl der Kinder oder beim Eintritt in den Ruhestand. Ihr Tarif sollte sich entsprechend anpassen lassen.
Lohnt sich die PKV auch für Anwärter?
In der Regel ja. Anwärtertarife bieten vollen Schutz zu deutlich reduzierten Beiträgen, und der frühe Einstieg wirkt sich langfristig günstig aus.
Kann ich als Beamter auch gesetzlich versichert bleiben?
Möglich ist das, allerdings entfällt dann in vielen Fällen der Vorteil der Beihilfe, weil diese auf das System der Kostenerstattung ausgelegt ist. Der Einzelfall entscheidet.
Was ist Dienstunfähigkeit und warum ist sie wichtig?
Dienstunfähigkeit bedeutet, dass Sie Ihren Dienst dauerhaft nicht mehr ausüben können. Vor Erreichen der erforderlichen Dienstzeit entsteht dabei häufig eine deutliche Versorgungslücke.

Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Beratung. Gesetzliche Grenzwerte, Beiträge und Tarifbedingungen ändern sich und hängen vom Einzelfall ab. Maßgeblich sind die jeweils gültigen Versicherungsbedingungen. Gerne prüfe ich Ihre Situation persönlich.